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Ziele der Lampedusa-Plattform

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Der us-amerikanische Weltbürger Buckminister Fuller hat den Begriff “Raumschiff Erde” erfunden, die Erde als wunderschönes Schiff anzusehen, das gut gesteuert werden müsse, um endlich die Grundbedürfnisse aller Menschen zu decken. Konzerne und Staaten machten sich darüber ja keine Gedanken um die Erde, sondern nur ihre Geschäftsziele, die Probleme ihres Staates, nicht die des Raumschiffes Erde.  Ich möchte der Menschheit wirklich helfen, sich selbst zu erkennen und zu begreifen, dass wir kein anderes haben als unser kleines Raumschiff Erde, auf dem wir mit etwa 60 Tausend Meilen in der Stunde um die Sonne brausen!

Vor allem und immer wieder ging es Fuller darum, die dringendsten Probleme der Menschheit zu lösen: absolute Armut etwa und damit den Hunger weltweit endlich abzuschaffen; den Lebensstandard aller Menschen in ungeahnter Weise zu erhöhen: Es ist sehr wohl möglich und überaus vernünftig der ganzen Menschheit einen höheren Lebensstandard zu verschaffen, ohne dass dabei einer den anderen ausbeutet, sodass sich alle an der Welt erfreuen.

Natürlich hat unser Versagen viele Ursachen, aber eine der wichtigsten liegt darin, dass die Gesellschaft meint, Spezialisierung sei der Schlüssel zum Erfolg. Sie übersieht dabei, dass Spezialisierung komprehensives, das heißt umfassendes Denken ausschliesst. Das bedeutet, dass die potentiell intergrierbaren technisch-ökonomischen Vorteile, die aus den Myriaden von Spezialisierungen erwachsen, gar nicht integrativ begriffen und deshalb nicht verwirklicht werden, oder nur auf negative Weise – durch neue Waffenausrüstungen oder durch die industrielle Unterstützung der Kriegstreiberei.

Alle Universitäten sind zunehmend auf immer feinere Spezialisierung ausgerichtet worden. Die Gesellschaft nimmt an, diese Spezialisierung sei natürlich, unvermeidlich und wünschenswert. Aber wir beobachten ja schon bei einem kleinen Kind, dass es an allem interessiert ist und im unmittelbaren Auffassen, Begreifen und Koordinieren seinen Erfahrungsschatz ständig erweitert.

Weil unsere Neugier und unserer angeborener Forscherdrang von frühester Kindheit an gebremst worden ist, bringen wir es im allgemeinen nicht fertig, unserem Potential entsprechend zu denken, sagt Fuller: Es fällt uns leichter in dieser Gesellschaft, an unseren kurzsichtigen Vorstellungen und engen Spezialisierungen festzuhalten und es anderen – in erster Linie den Politikern – zu überlassen, einen Weg aus dem gemeinsamen Dilemma zu finden. Diese Neigung der Erwachsenen zur Engstirnigkeit hat freilich keine Perspektive, weshalb sich Bucky, wie er sagte, in “kindlicher” Hoffnung bemühte, diesem Treiben etwas entgegenzusetzen.

Eines der wichtigsten Motive des Menschen ist es, zu verstehen   und verstanden zu werden. Alle anderen Lebewesen sind für hochspezialisierte Aufgaben bestimmt. Nur der Mensch scheint als komprehensiv Verstehender zur Koordination der lokalen Angelegenheiten des Universums geeignet zu sein. Wäre der Mensch im Gesamtplan der Natur als Spezialist gefragt, dann hätte sie ihn dazu gemacht; sie hätte ihn mit einem Auge zur Welt gebracht und mit einem daran befestigten Mikroskop.

Ich versuche nie, jemandem zu sagen, was er zu tun hat – und zweitens: darum dreht es sich ja beim Individuum: dass es sich einbringt. Jeder von uns hat etwas beizutragen. Doch das hängt vom selbständigen Denken Jedes Einzelnen ab, und nicht davon, irgendwelchen Regeln zu folgen, oder gar meinem Kommando.

Wir sind alle Pioniere, wir alle sind Teil dieses großen unglaublichen Geheimnis, und ganz gleich was ein Mensch auch tut, stets trägt er dazu bei, wie sich alles entwickelt und später ergibt auf der Welt, immer und überall.

File:BuckminsterFuller flipped.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Buckminster_Fuller

peoplewatch

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Noch heute explodieren Minen aus dem Zweiten Weltkrieg in Ägypten und Libyen und verletzen und töten Menschen.

Die Kriegsziele, für die die Afrikaner  in der Anti-Hitler-Koalition kämpften oder kämpfen mußten, versprachen Selbstbestimmung der Völker, Frieden und Zusammenarbeit aller Völker für Wohlstand.  In einer Welt, die noch von der gewaltsamen Eroberung und Kontrolle großer Teile der Welt und fast ganz Afrikas von den europäischen Kolonialmächten und der Zwangsarbeit für sie geprägt war, versprach die Atlantikcharta   das Recht aller Völker, sich jene Regierungsform zu geben, unter der sie zu leben wünschen. Die souveränen Rechte und autonomen Regierungen aller Völker, die ihrer durch Gewalt beraubt wurden, sollen wiederhergestellt werden. Ein wirtschaftlicher Ausgleich wurde versprochen. 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1948 von den Staaten der Welt, im Geiste der Kriegziele verabschiedet, versprach auch jedem Menschen in Afrika (ausdrücklich auch in den noch kolonialisierten Ländern) ein Recht auf Bildung, Arbeit, Ernährung, Leben, Freiheit, u.a. gegenüber seinem Staat und der Staatengemeinschaft.

“Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist. (http://de.wikipedia.org/wiki/Deklaration_der_Vereinten_Nationen)

Doch war und sind diese Ziele, Aufbau einer Welt mit gleichen menschenwürdigen Lebensbedingungen für alle in den  Zivilgesellschaften in den Ländern und in der ohnehin schwachen internationalen Zivilgesellschaft noch schwach vertreten, damit aus diesen vereinbarten Zielen auch Taten werden. Wir pädieren dafür, sie zu stärken, nationales Denken zu überwinden, das globale Denken im Sinne der Menschenrechtserklärung zu stärken und sich für sie zusammenzuschließen und umzusetzen.

Die Atlantik-Charta vom 14. August 1941

Insgesamt wurden acht Punkte festgehalten, darunter: Verzicht auf territoriale Expansion, gleichberechtigter Zugang zum Welthandel und zu Rohstoffen, Verzicht auf Gewaltanwendung, Selbstbestimmungsrecht, Liberalisierung des Handels, Freiheit der Meere, endgültige Vernichtung der Nazi-Tyrannei.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Ministerpräsident Churchill, als Vertreter der Regierung Seiner Majestät im Vereinigten Königreich, erachten es als ihr Recht, einige allgemeine Prinzipien der Politik ihrer Länder bekanntzugeben, Prinzipien, auf deren Verwirklichung sich ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Welt gründen.

  1. Ihre Länder streben keinerlei Bereicherung an, weder in territorialer noch in anderer Beziehung.
  2. Sie wünschen keinerlei territoriale Veränderungen, die nicht im Einklang mit den in voller Freiheit ausgedrückten Wünschen der betroffenen Völker stehen.
  3. Sie achten das Recht aller Völker, sich jene Regierungsform zu geben, unter der sie zu leben wünschen. Die souveränen Rechte und autonomen Regierungen aller Völker, die ihrer durch Gewalt beraubt wurden, sollen wiederhergestellt werden.
  4. Sie werden, ohne ihre eigenen Verpflichtungen außer Acht zu lassen, für einen freien Zutritt aller Staaten, der großen wie der kleinen, der Sieger wie der Besiegten, zum Welthandel und zu jenen Rohstoffen eintreten, die für deren wirtschaftliche Wohlfahrt vonnöten sind.
  5. Sie erstreben die engste Zusammenarbeit aller Nationen auf wirtschaftlichem Gebiete, eine Zusammenarbeit, deren Ziel die Herbeiführung besserer Arbeitsbedingungen, ein wirtschaftlicher Ausgleich und der Schutz der Arbeitenden ist. 
  6. Sie hoffen, dass nach der endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei ein Frieden geschaffen werde, der allen Völkern erlaubt, innerhalb ihrer Grenzen in vollkommener Sicherheit zu leben, und der es allen Menschen in allen Ländern ermöglicht, ihr Leben frei von Furcht und von Not zu verbringen.
  7. (..)
  8. Sie sind von der Notwendigkeit überzeugt, dass aus praktischen wie aus sittlichen Gründen alle Völker der Welt auf den Gebrauch der Waffengewalt verzichten müssen. Da kein Friede in Zukunft aufrechterhalten werden kann, solange die Land-, See- und Luftwaffen von Nationen, die mit Angriff auf fremdes Gebiet gedroht haben oder damit drohen können, zu Angriffszwecken benutzt werden können, halten sie bis zur Schaffung eines umfassenden und dauerhaften Systems allgemeiner Sicherheit die Entwaffnung dieser Nationen für notwendig. Ebenso werden sie alle Maßnahmen unterstützen, die geeignet sind, die erdrückenden Rüstungslasten der friedliebenden Völker zu erleichtern.[3]
  9. http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Charta
  10. Deklaration der Vereinten Nationen

    Die Deklaration vereinter Nationen (englisch: Declaration by United Nations) wurde am 1. Januar 1942 von 26 Staaten der Anti-Hitler-Koalition während der Arcadia-Konferenz in Washington unterzeichnet. Sie diente der Formalisierung und Bekräftigung der zuvor beschlossenen Atlantik-Charta und war ein Schritt auf dem Weg zur Gründung der Vereinten Nationen.

    Alle Unterzeichner der Deklaration gelten als Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen. Siehe auch: Artikel 3 der Charta der Vereinten Nationen.

    Sie unterstützen im Krieg noch die drei einzigen souveränen Staaten Afrikas Südafrika, Äthiopien und Liberia bei. (der Rest waren Kolonien und auch Südafrika war von einem weißen Minderheitsregime kontrolliert).

    Auf der Konferenz von Brazzaville trafen im Zweiten Weltkrieg vom 30. Januar bis 8. Februar 1944 Vertreter des Freien Frankreichmit hohen Kolonialbeamten aus den afrikanischen Kolonien Frankreichs zusammen. Neben Charles de Gaulle und René Pleven, dem Kolonialminister des Nationalen Befreiungskomitees, nahmen 20 Gouverneure teil. Konferenzort war die Stadt Brazzaville, Hauptstadt von Französisch-Äquatorialafrika und seit dem 26. Oktober 1940 für kurze Zeit auch Hauptstadt des Freien Frankreichs.

    Charles de Gaulle erkannte auf der Konferenz die Notwendigkeit politischer, sozialer und ökonomischer Reformen im französisch beherrschten Teil Afrikas an und versprach eine grundlegende Neuordnung der Beziehungen zwischen dem “Mutterland” und seinen Kolonien. Diese Neuordnung beinhaltete nicht die Unabhängigkeit der Kolonien, sondern die Umwandlung des Kolonialverhältnisses in eine “Französische Union“. Hintergrund der Konferenz war der Versuch de Gaulles, die afrikanischen Kolonien stärker in den Kampf um die Befreiung Frankreichs einzubinden.

    Verfechter größerer Autonomie der französischen Kolonien in Afrika beriefen sich in den darauffolgenden Jahren auf die dort verfasste “Deklaration von Brazzaville“.

    Diese Deklaration beinhaltete folgende Punkte:

    • Frankreich und die von ihm beherrschten Gebiete sollten auch zukünftig vereint bleiben.
    • In jeder Kolonie sollten halbautonome Versammlungen eingerichtet werden.
    • Die Bürger der französischen Kolonien sollten das Recht erhalten, Vertreter in die Verfassunggebende Versammlung zu entsenden, die nach dem Krieg eingerichtet werden sollte
    • Die Bürger der französischen Kolonien sollten das Recht erhalten, Vertreter in das französische Parlament zu entsenden.
    • Der öffentlichen Dienst sollte für die indigene Bevölkerung der Kolonien geöffnet werden.
    • Die Zwangsarbeit sollte abgeschafft werden
    • Wirtschaftliche Reformen sollten den ausbeuterischen Charakter der Beziehungen zwischen Frankreich und seinen Kolonien verringern.
Ein vergessenes Kapitel der Geschichte PDF Drucken E-Mail
Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück.
Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor. Dies zu ändern ist das Ziel eines historischen Langzeitprojekts, mit dem das Rheinische JournalistInnenbüro in Köln im Jahre 1996 begann und das seit 2000 von dem gemeinnützigen Verein Recherche International e.V.getragen wird.Auf der Basis von zehnjährigen Recherchen in 30 Ländern entstand 2005 das erste deutschsprachige Buch zum Thema (vierte Auflage 2012), gefolgt von Unterrichtsmaterialien mit Originaltönen von Zeitzeugen auf beiliegender CD im Jahre 2008 (Zweite korrigierte und erweiterte Auflage 2012).

Die Rolle von Nazikollaborateuren in der Dritten Welt war im Mai 2009 Schwerpunktthema in der Zeitschrift iz3w.

Am 1. September 2009, dem 70. Jahrestag des Kriegsbeginns in Europa (!), erlebte eine umfangreiche Wanderausstellung in Berlin ihre Premiere, die bis mindestens 2014 durch zahlreiche Städte touren wird, und von der auch kleinere Versionen in A1 und A2 z.B. für Schulen zur Verfügung stehen.

Diese Internetseite begleitet diese Ausstellung. Sie bietet Aktuelles und Hintergrundinformationen zum Projekt, Orte und Termine mit Begleitprogrammen sowie Fotos und Gästebücher der (Wander-)Ausstellung, Hinweise auf Publikationen, FilmeReferentInnenund ein Hiphop-Tanztheater zum Thema sowie Tipps für Veranstalter und Plakate zum downloaden. Es finden sich Unterrichtsmaterialien, Entwürfe für Unterrichtseinheiten und Arbeitsblätter für SchülerInnen, die die Ausstellung besuchen, sowie Aktionsbeispiele für Initiativen und Pressematerialien.
Das aufwändige Projekt war und ist auf Förderer angewiesen.
Recherche International e.V. bittet deshalb um Fördermitgliedschaften und Spenden auf das Konto 23 812 043 bei der Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98. Steuerabzugsfähige Spendenquittungen werden erteilt.

Vernissage: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg (Osnabrück)

Mittwoch, 5. Mai 2010, 1850hEinen Kommentar schreibenKommentare

Die ambitionierte Ausstellung “Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg” wanderte nun nach Osnabrück ans Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Ein “vergessenes Kapitel der Geschichte” – so der Untertitel – wird auf diese Weise vielfältig beleuchtet.

African Colonial Soldiers in Boucle du Doubs

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg in Europa. In Afrika herrschte bereits seit1935 Krieg um Äthiopien (mit Soldaten aus 17 Ländern und 3 Kontinenten) und auch derjapanische Angriff auf China hatte bereits 1937 begonnen. Bis 1945 leisteten Millionen Soldaten aus der Dritten Welt freiwillig oder zwangsrekrutiert Militär- und Arbeitsdienste für die kriegführenden Kolonialmächte. Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet zurück.Die Ausstellung betrachtet jedoch die “Dritte Welt” nicht nur als Opfer, sondern beleuchtet auch die Kollaborateure mit den Achsenmächten. Die Ausstellung  von recherche international e.V. in Kooperation mit dem Rheinischen JournalistInnenbüro und das Begleitprogramm erinnern an diese in der hiesigen Geschichtsschreibung kaum berücksichtigten Aspekte. Auf den Seiten des Rheinischen JournalistInnenbüros finden sich weitere Informationen zumAusstellungskonzept.

Die Ausstellung wird im Rahmen des “Afrika Festivals 2010″ gemeinsam vom Aktionszentrum Dritte Welt, dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum und der Volkshochschule Osnabrückveranstaltet.

Eine Schulversion der Ausstellung wird im Graf-Stauffenberg-Gymnasium (Gottlieb-Planck-Str. 1, 49080 Osnabrück) am 11. Mai um 1130h eröffnet und bis 22. Juni gezeigt. Es gibt die Möglichkeit, sich von Schülern durch die Ausstellung führen zu lassen; Anmeldungen über Frau Hahn (Sekretariat): 0541-3803136.

Ein Begleitprogramm (freier Eintritt) im bietet weitere Informationen:

Dienstag, 11. Mai 2010, 1930h, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Karl Rössel (Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln); Vortrag mit Fotos und Originaltönen:
“Nur Kugeln unterschieden nicht zwischen Schwarzen und Weißen” – Afrika im Zweiten Weltkrieg

Mittwoch, 26. Mai 2010, 1930h, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Albrecht Kieser (Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln):
Afrika im Zweiten Weltkrieg: Billige Bodenschätze und Zwangsarbeiter

Dienstag, 1. Juni 2010, 1930h, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Albrecht Kieser (Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln):
Massaker der Wehrmacht in Frankreich

Freitag, 18. Juni 2010, 1800h, Vortragssaal der Volkshochschule, Bergstraße 8
Nataly Jung-Hwa Han und Tsukasa Yajima; Film und multimediale Präsentation:
“Trostfrauen” – Das Kriegsverbrechen der systematischen Zwangsprostitution durch das japanische Militär im Asien-Pazifik-Krieg (1937–1945)

Zur Vernissage spricht Bürgermeister Burkhard Jasper das Grußwort; der Kurator Karl Rössel vom Rheinischen JournalistInnenbüro hält einen Eröffnungsvortrag. Eine kostenfreie Kuratorenführung wird am 9. Mai um 1100h angeboten.

Ein Katalog (444 Seiten mit 415 Fotos, 29,50€) und didaktisches Begleitmaterial sind ebenso erschienen.

Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

http://www.wartist.org/blog/?p=585

https://www.google.com/search?q=Afrika+im+zweiten+Weltkrieg&client=aff-maxthon-maxthon4&channel=t6&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=u99WUqSbKMSBtAbztIDIBw&ved=0CEEQsAQ&biw=1021&bih=445&dpr=1#facrc=_&imgdii=_&imgrc=ZHGmRkYyYyjmLM%3A%3Bl70SG-NHkYL2YM%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.asta.fh-koeln.de%252Fasv%252Fwp-content%252Fuploads%252F2010%252F12%252FPlakat_DIE_3__WELT_IM_2_WELTKRIEG_internet_Kopie.jpg%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.asta.fh-koeln.de%252Fasv%252F%253Fp%253D349%3B1684%3B2384

Aufruf der Initiative Black&White zur Bildung einer Lampedusa-Plattform

Wir laden Euch von der Initiative Black&White ein, mit uns die „Lampedusa-Plattform“ aufzubauen: Sie soll dazu beitragen, das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer zu beenden.

lampedusabild

Wir wollen diesen Aufruf gemeinsam veröffentlichen mit anderen Organisationen und Menschen, wenn möglich auch Prominenten und Politikern. Bitte schreibt uns, wenn Ihr ihn unterstützen wollt mit Name, Funktion, Email.

„20.000 Menschen sind in den vergangenen Jahren im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa ertrunken. Die jüngste Katastrophe muss jetzt zu einer Wende führen: Das Sterben muss beendet werden.

Wir halten es nicht für zielführend, nur Schlepperbanden zu bekämpfen, die Zäune, Schiffs- und Satellitenüberwachung der Grenzen zu verstärken, die nordafrikanischen Länder aufzurüsten, damit sie die Flüchtlinge schon an ihren Grenzen abfangen. Das alles trifft nicht den Kern des Problems: Es ist die Frage: Wie bedroht ist ihr Leben, dass sie es auf der Flucht aufs Spiel setzen? Was sind die Fluchtursachen? Wie können diese Fluchtursachen beseitigt werden? Wie kann Europa und Deutschland dazu beitragen, dass die Menschen ohne Bedrohung, Angst und Hoffnungslosigkeit in ihren Ländern menschenwürdig leben können?

Wir wollen zur gegenseitigen Information von Menschen in Afrika und Europa und von Afrikanern und Einheimischen in Europa anregen, zum Meinungsaustausch und der gemeinsamen Suche nach tragfähigen Antworten auf die Tragödien im Mittelmeer. Antworten im Sinne der Menschenrechtserklärung, in der die Staaten vereinbart hatten, so zusammenzuarbeiten, dass alle in Frieden und menschenwürdig leben.

Lasst uns länder- und kontinentübergreifend eine Bürgerstimme schaffen, die die Politik drängt, in diesem Sinne jetzt ernsthafte Lösungen zu schaffen.

Wir suchen Menschen in Deutschland, Europa und Afrika, die mit uns zusammen ein Netzwerk schaffen wollen, um uns (und dann auch unsere Gesellschaften) gegenseitig zu informieren, zu bilden, Meinungen auszutauschen und auch Aktivitäten gemeinsam zu planen. So wollen wir dazu beitragen, dass jetzt neue Wege beschlossen werden, um die Fluchtursachen zu überwinden, die Menschen dazu bringen, auf der Flucht ihr Leben zu riskieren.“ Wir wollen möglichst bald ein erstes Treffen organisieren, um über den Aufbau und die Arbeitsweise der Plattform zu beraten.

Erster Unterzeichner: Initiative Black&White

Neu eingerichtet für die Vernetzung zum Aufbau der Lampedusa-Plattform:

Email: lampedusaplattform@gmx.de (hier bitte melden, wenn Ihr den Aufruf mittragen wollt oder auch Veränderungen wünscht)
Facebookseite:   https://www.facebook.com/lampedusa.plattform
Blog: https://lampedusasolidarityforum.wordpress.com/

PS: Die Initiative Black&White wurde als gemeinnütziger Verein von afrikanischen Flüchtlingen und Deutschen gegründet. Seit vielen Jahren geht der Verein mit einer Tourgruppe bundesweit zu Projekttagen in Schulen, Kirchengemeinden und zu Eine-Welt-Initiativen mit der Botschaft: Es ist unmenschlich Grenzen dichtzumachen, wenn die Fluchtursachen fortbestehen! Lasst uns zusammenarbeiten, um eine Welt aufzubauen, die für alle funktioniert. Der Verein bringt diese Botschaft mit einem Programm rüber, das Begegnung, Musik, Lebensfreude und ernste Information als Erlebnistag kombiniert.
Mehr zu unserem Verein: www.blackandwhite-schwarzundweiss.de, www.blackandwhiteinitiative.wordpress.com
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i.A. Wolfgang Lieberknecht, Eunice Bentum (Ghana), Elisabeth Niamkey (Elfenbeinküste)

Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in Buchform

Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

 

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung

diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11

1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14

1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

Artikel 15

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.

2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Artikel 17

1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.

2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Artikel 19

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20

1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.

2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21

1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.

2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.

3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22

Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

Artikel 23

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25

1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26

1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.

3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27

1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

Artikel 28

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29

1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.

2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.

3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rec

http://www.un.org/depts/german/grunddok/ar217a3.html