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Was wollen wir mit dem Lampedusa-Solidarity-Forum unterstützen?

Das Ertrinken der Flüchtlinge im Mittelmeer ist ein Schock, Noch dazu, wenn wir sehen, dass jetzt viele erstmalig mitbekommen, dass schon seit Jahren Zehntausende ertrunken sind, die Schiffe zumeist aber auf Offener See untergehen. Und für viele dürfte es auch ein Schock sein, dass Fischer, die Menschen vor dem Ertrinken retten, in Europa vor Gericht gestellt werden, wegen Unterstützung der illegalen Einreise. Wir von der Initiative Black&White befassen uns seit Jahren mit den Gründen warum Menschen solche Risiken auf sich nehmen, um nach Europa zu kommen. Manche tun es, weil sie in Europa ein Paradies erwarten, begründet, in dem Bild, dass Europa von sich in der Welt verbreitet. Andere weil sie nur so glauben, an der modernen Welt teilnehmen zu können. Viele haben aber ganz andere Gründe: Den Kriegen und der Gewalt zu entkommen in den Kriegen etwa in Kongo (acht Millionen Tote), Somalia, Nigeria u.a.. Oder der Armut, denn die Hälfte der Afrikaner lebt von weniger als einem Euro am Tag, selbst die meisten Arbeitenden haben Tagesverdienste von weniger als zwei Euro; Hunger, kaum Zugang zu sauberem Wasser oder Gesundheitseinrichtungen, kaum Arbeitsstellen, dazu eine rasch wachsende Bevölkerung, drastische Auswirkungen des Klimawandels. Diese Fluchtursachen müssen ernst genommen werden, an ihrer Überwindung gearbeitet werden. So lange aber das Leben bedroht ist, haben die Menschen in den stabilen Regionen die Aufgabe, nicht nur zur Beendigung der Bedrohung beizutragen, sondern den Menschen durch Aufnahme und Unterstützung auch Schutz zu geben.

Wir haben den gemeinnützigen Verein Initiative Black&White gebildet, weil wir das so sehen. Und auch diese Plattform initiiert. Wir stehen zu der Verfassung, die sich die Welt 1948 gegeben hat. Erstmals haben darin die Staaten anerkannt, dass wir eine menschliche Familie sind und allen die gleichen Rechte zu stehen, unabhängig von der Hautfarbe, Religion, Nationalität und dass wir als Staatengemeinschaft eine Ordnung schaffen wollen, die allen das Recht auf Leben (d.h. ohne Krieg, Gewalt, Umweltzerstörung), auf Ernährung, Gesundheitsversorgung, würdige Arbeit, Bildung, persönlicher und politischer Freiheit sichert. Leider werden diese Erklärung und ihre Philosophie kaum unterrichtet; die Eliten, das zeigt die Politik tagtäglich, brechen permanent diese globale Verfassung mit ihren Entscheidungen. Mit der Entscheidung, eine gemeinsame Weltordnung zu schaffen, die über die Nationalstaaten hinausgeht, zogen die Verfasser der Erklärung den Schluss aus beiden Weltkriegen: Wenn es keine über den Staaten stehende Institution gibt, die Konflikte friedlich und im Sinne dieser globalen Verfassung mit Menschenrechten für alle lösen kann, ist immer die Gefahr gegeben, dass es zur gewaltsamen Lösung kommen kann. Die Welt hat diese Ordnung nicht geschaffen, in den vergangenen Jahrzehnten sind wir zweimal knapp an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt, einmal an einer atomaren Katastrophe, als ein US-Flugzeug in den USA eine Atombombe verloren hat.

Wir wollen mit dieser Plattform jetzt das verwirklichen helfen, was 1948 aus guten Gründen beschlossen worden ist. Wir sehen als entscheidende Kraft kompetente und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen und sich dafür über alle Grenzen von Staaten, Religionen zusammenschließen, mit an Reformen im Sinne der Menschenrechtserklärung arbeiten, die Öffentlichkeit dafür interessieren und den Diaolg mit der Politik suchen und auch Aktionen anregen. Wir als Initiative Black&White arbeiten seit vielen Jahren daran, gehen dazu zu Projekttagen in Schulen, Kirchengemeinden, zu Initiativen mit einem kombinierten Programm aus Begegnung, Musik und Information. Und wir haben Kontakte zu Parallelgruppen in Afrika aufgebaut, mit denen wir zusammen kontinent-übergreifend arbeiten wollen.

Wenn Dich/Sie das anspricht, dann könnten wir zusammen versuchen, uns dafür zusammenzutun und dadurch mehr Einfluss zu organisieren.

Wolfgang Lieberknecht, Eunice Oduro Bentum, Elisabeth Niamkey (Initiative Black&White)

Email: lampedusaplattform@gmx.de

facebook: https://www.facebook.com/lampedusa.plattform und https://www.facebook.com/pages/Lampedusaplattformnews/223424721152012

Homepages und Blogs der Initiative Black&White e.V.

http://www.blackandwhite-schwarzundweiss.de

http://www.blackandwhiteinitiative.wordpress.com

Telefon: 05655-924981/0171-9132149

Adresse: Bahnhofstr. 15, 37281 Wanfried

Hier unser Aufruf, ev. ausdrucken, mit anderen diskutieren, unterzeichnen, überleben, wir wir dafür aktiv werden können, örtliche Gruppen dafür bilden:

Aufruf der Initiative Black&White zur Bildung einer Lampedusa-Plattform

Wir laden Euch von der Initiative Black&White ein, mit uns die „Lampedusa-Plattform“ aufzubauen: Sie soll dazu beitragen, das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer zu beenden.

Wir wollen diesen Aufruf gemeinsam veröffentlichen mit anderen Organisationen und Menschen, wenn möglich auch Prominenten und Politikern. Bitte schreibt uns, wenn Ihr ihn unterstützen wollt mit Name, Funktion, Email.

„20.000 Menschen sind in den vergangenen Jahren im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa ertrunken. Die jüngste Katastrophe muss jetzt zu einer Wende führen: Das Sterben muss beendet werden.

Wir halten es nicht für zielführend, nur Schlepperbanden zu bekämpfen, die Zäune, Schiffs- und Satellitenüberwachung der Grenzen zu verstärken, die nordafrikanischen Länder aufzurüsten, damit sie die Flüchtlinge schon an ihren Grenzen abfangen. Das alles trifft nicht den Kern des Problems: Es ist die Frage: Wie bedroht ist ihr Leben, dass sie es auf der Flucht aufs Spiel setzen? Was sind die Fluchtursachen? Wie können diese Fluchtursachen beseitigt werden? Wie kann Europa und Deutschland dazu beitragen, dass die Menschen ohne Bedrohung, Angst und Hoffnungslosigkeit in ihren Ländern menschenwürdig leben können?

Wir wollen zur gegenseitigen Information von Menschen in Afrika und Europa und von Afrikanern und Einheimischen in Europa anregen, zum Meinungsaustausch und der gemeinsamen Suche nach tragfähigen Antworten auf die Tragödien im Mittelmeer. Antworten im Sinne der Menschenrechtserklärung, in der die Staaten vereinbart hatten, so zusammenzuarbeiten, dass alle in Frieden und menschenwürdig leben.

Lasst uns länder- und kontinentübergreifend eine Bürgerstimme schaffen, die die Politik drängt, in diesem Sinne jetzt ernsthafte Lösungen zu schaffen.

Wir suchen Menschen in Deutschland, Europa und Afrika, die mit uns zusammen ein Netzwerk schaffen wollen, um uns (und dann auch unsere Gesellschaften) gegenseitig zu informieren, zu bilden, Meinungen auszutauschen und auch Aktivitäten gemeinsam zu planen. So wollen wir dazu beitragen, dass jetzt neue Wege beschlossen werden, um die Fluchtursachen zu überwinden, die Menschen dazu bringen, auf der Flucht ihr Leben zu riskieren.“ Wir wollen möglichst bald ein erstes Treffen organisieren, um über den Aufbau und die Arbeitsweise der Plattform zu beraten.

Erster Unterzeichner: Initiative Black&White

Neu eingerichtet für die Vernetzung zum Aufbau der Lampedusa-Plattform:

Email: lampedusaplattform@gmx.de (hier bitte melden, wenn Ihr den Aufruf mittragen wollt oder auch Veränderungen wünscht)
Facebookseite:   https://www.facebook.com/lampedusa.plattform
Blog: https://lampedusasolidarityforum.wordpress.com/

PS: Die Initiative Black&White wurde als gemeinnütziger Verein von afrikanischen Flüchtlingen und Deutschen gegründet. Seit vielen Jahren geht der Verein mit einer Tourgruppe bundesweit zu Projekttagen in Schulen, Kirchengemeinden und zu Eine-Welt-Initiativen mit der Botschaft: Es ist unmenschlich Grenzen dichtzumachen, wenn die Fluchtursachen fortbestehen! Lasst uns zusammenarbeiten, um eine Welt aufzubauen, die für alle funktioniert. Der Verein bringt diese Botschaft mit einem Programm rüber, das Begegnung, Musik, Lebensfreude und ernste Information als Erlebnistag kombiniert.
Mehr zu unserem Verein: www.blackandwhite-schwarzundweiss.de, www.blackandwhiteinitiative.wordpress.com
Telefon: 05655-924981/0171-9132149

Wir können mit der Tourgruppe Black&White auch in Orte zu Veranstaltungen kommen, in denen Menschen die Lampedusa-Plattform aufbauen wollen.

i.A. Wolfgang Lieberknecht, Eunice Bentum (Ghana), Elisabeth Niamkey (Elfenbeinküste)

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