Mit lautstarken Pfiffen, Klatschen und Trommeln setzten am Freitagabend Greizer Bürger ein Zeichen gegen die Hetzparolen der sogenannten “Bürgerinitiative gegen ein Asylheim auf dem Greizer Zaschberg!

Kundgebung auf dem Greizer Markt – Solidarität mit den Asylbewerbern

MdB Frank Tempel

MdB Frank Tempel (Die LINKE) spricht zu den Teilnehmern der Kundgebung.

GREIZ. Mit lautstarken Pfiffen, Klatschen und Trommeln setzten am Freitagabend Greizer Bürger ein Zeichen gegen die Hetzparolen der sogenannten “Bürgerinitiative gegen ein Asylheim auf dem Greizer Zaschberg”. Etwa 120 Teilnehmer zählte die Kundgebung der friedlichen Demonstranten, die auf dem Markt ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Asylbewerbern unterstrichen. Etwa 90 Teilnehmer auf der anderen Seite des Platzes, die mit Sprüchen wie „Wir sind das Volk“ und propaganda-ähnlichen Parolen gegen die Immigranten hetzten, wurden durch die Landespolizeiinspektion Gera vermeldet, die mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Thüringen die Demonstrationen begleitete.
Fünfzehn Verbände, Vereine, Organisationen und Einrichtungen hatten sich letzte Woche zu einem festen Aktionsbündnis zusammengeschlossen und demonstrierten damit eine Einheit, fernab politischer Ebenen und Befindlichkeiten, sich für die Asylbewerber und deren Rechte stark zu machen. „Damit der Damm zur Brücke wird“, wie es Martina Högger von der Initiative „Weil wir Greiz lieben“ formulierte. Sie mahnte zudem, dass die Menschen untereinander nie den Respekt verlieren dürfen, denn das sei das „Ende der Zivilisation“. „Mit Ihrer Anwesenheit zeigen Sie, dass wir gemeinsam gegen die braune Suppe in Greiz sind“, so Bürgermeister Gerd Grüner (SPD). Dass die Greizer Thematik nun auch bis in die Bundespolitik vordringt, unterstrich MdB Frank Tempel (Die LINKE). Es sei ein „gutes Zeichen“, dass sich die Bürger der Stadt Greiz mit diesem breit aufgestellten Bündnis für diese Probleme stark machen. Claudia Poser Ben Kahla, Sprecherin des Runden Tisches Gera unterstrich die Wichtigkeit des gemeinsamen Wirkens gegen die braune Gefahr. Was sie beunruhige, sei die Tatsache, auch junge Frau mit Kindern und ganz „normale“ Bürger unter den Asylgegnern erkannt zu haben. „Das ist erschreckend“.
Antje-Gesine Marsch @11.10.2013

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