Als wir Armutsflüchtlinge waren: Millionen fanden in Amerika ihren Weg aus der Armut – den Einwohnern wurde ihr Kontinent von den Europäern abgenommen – den meisten auch ihr Lebensrecht!

Angesichts der Risiken einer Reise aus dem Innern Afrikas an die Gestade des gelobten Kontinents scheint es, als hätten die Unglücklichen ihr Schicksal mutwillig herausgefordert. Sie folgten indes nur einem Impuls, den auch unzählige Europäer verspürten in Zeiten, als die Migranten noch den Atlantik überquerten und nicht das Mittelmeer und man sie Auswanderer nannte und nicht Armutsflüchtlinge. Auch sie brachen auf in ein gelobtes Land und waren nicht minder naiv in ihren Erwartungen, als es heute junge Somalier oder Nigerianer sind. Der Unterschied: Die Einwanderer waren willkommen in Amerika, denn die Einwohner hatten in Amerika nichts mehr zu sagen: Die europäischen Kolonialmächte hatten ihnen ihren Kontinent abgenommen, sie vertrieben, getötet, versklavt……. Nach der Unabhängigkeit hatten die Mächtigen Verständnis für die Sorgen der Einwanderer, brauchten mehr Arbeitskräfte und Kampfgenossen, um den Erdteil ganz erobern zu können. Den Weg aus der Armut in Europa haben die Völker Amerikas zahlen müssen!

Abfertigungsanlage für Auswanderer in Bremerhaven, Holzstich von 1871

http://www.deutsche-auswanderer-datenbank.de/index.php?id=11

Die Deutsche Auswanderer-Datenbank (DAD) am Historischen Museum Bremerhaven ist ein Forschungsprojekt über die europäische Auswanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Datenbank erfasst Informationen zu Personen, die im Zeitraum von 1820 bis 1939 Europa über vornehmlich deutsche Häfen in Richtung USA verlassen haben.

Grundlage der Deutschen Auswanderer-Datenbank sind die Passagierlisten der Auswandererschiffe. Diese Passagierlisten mussten den amerikanischen Einwanderungsbehörden vorgelegt werden. Die Listen enthalten Daten zu den auswanderungswilligen Personen sowie zur Reise. Ergänzt werden diese Daten durch Informationen zu den Auswanderern aus weiteren Quellen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese Daten sozialstatistisch auszuwerten und wissenschaftlich zu beschreiben.

Die Deutsche Auswanderer-Datenbank befindet sich im Aufbau. Sie enthält bereits Daten von 4,4 Millionen Auswanderern. Der aktuelle Datenbestand bezieht sich auf die Jahre 1820-1833, 1840-1891, 1904 und 1907. Besucher des Historischen Museums Bremerhaven können an zwei Terminals selbst nach ausgewanderten Personen recherchieren.

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